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Agrosprit ersparen

Wir in Österreich sparen uns den Agrotreibstoff nicht vom Teller weg. Doch weltweit dehnt sich die benötigte Anbaufläche aus. Irgendwoher muss schließlich etwa das Speiseöl kommen, weil wir unser eigenes zu „Biodiesel“ verspriten. Beispielsweise aus Indonesien oder Malaysia, wo für Palmölplantagen Regenwald gerodet wird. Das ist aber natürlich keine wirklich effiziente „Klimamaßnahme“. Deshalb hat die EU-Kommission einen Gesetzesvorschlag zur Vermeidung dieser so genannten „indirekten Landnutzungsänderungen“ (ILUC) vorgelegt. Ein Schritt in die richtige Richtung (wenn auch nicht weit genug)! Werden diese ILUC nicht berücksichtigt, wie es sich Bundesminister Berlakovich wünscht, laufen wir nämlich Gefahr, eine klimaschädliche Politik zu forcieren.

Wenn die Agrotreibstoffpolitik klimafreundlich sein soll, müssten weltweit weniger Nahrungsmittel konsumiert werden, damit sich die Anbaufläche nicht weiter ausdehnt. Es müssten sich demnach Menschen in Entwicklungsländern unseren Agrosprit vom Teller sparen. Die europäische Agrotreibstoffpolitik ist also klima- und/oder menschenfeindlich. Beides keine wählbaren Optionen. Eine echte Alternative ist, den Energieverbrauch – vor allem im Verkehr – deutlich zu reduzieren.

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Über markus meister

https://www.twitter.com/markus_meister

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