Netzwerk Agrotreibstoffe


Ein breites Bündnis entwicklungs-, verkehrs- und umweltpolitischer Organisationen*, welches sich zum Netzwerk Agrotreibstoffe zusammengeschlossen hat, fordert von den politischen EntscheidungsträgerInnen auf nationaler und europäische Ebene eine Abänderung der gegenwärtigen Agrotreibstoffpolitik. Zu den wesentlichen Forderungen zählen:

  • Wahrnehmung menschenrechtlicher Verpflichtungen
  • Einhaltung umfassender ökologischer und sozialer Mindeststandards
  • Moratorium der Beimengung von Agrotreibstoffen aus Nahrungsmittel- und Energiepflanzen

Die Agrartreibstoffpolitik der Europäischen Union trägt nachweislich zu Vertreibungen und Hunger in Entwicklungsländern bei. Getreide im Tank ist mitverantwortlich für Landraub und steigende Lebensmittelpreise. Studien zeigen auch, dass so genannter Biodiesel sogar klimaschädlicher ist als fossiler Kraftstoff.

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten verletzen Menschenrechte in mehrfacher Weise: Erstens indem die Auswirkungen der EU-Agrotreibstoffpolitik keiner ausreichenden menschenrechtlichen Begutachtung unterzogen wurden. Zweitens verletzt die EU durch die Beimengungspolitik direkt Menschenrechte in anderen Ländern. Drittens: Indem Agrarindustrie-Unternehmen aus der EU unzureichend reglementiert werden, können sie Menschenrechte in anderen Ländern verletzen, ohne vor Gericht gestellt zu werden.

Das nicht vollständige Lebenszyklusanalysen durchgeführt werden, können Agrotreibstoffe auch klimaschädlicher sein als fossile Treibstoffe. Und das Ziel der Politik war ja eigentlich als Klimaschutzmaßnahme gedacht, daher sollte sie auch alle relevanten Faktoren in Betracht ziehen, um wirklich eine solche zu sei.

Ziel der Initiative ist eine umfassende Evaluierung der Auswirkungen von Agrotreibstoffen auf Mensch, Umwelt und die globale Ernährung. Die Ergebnisse sind anzuerkennen und entsprechend umzusetzen.
*) Arbeitsgemeinschafts EntwicklungspolitikDreikönigsaktion, FIAN, Plattform Footprint, Global 2000, Greenpeace, Grüne Bäuerinnen und Bauern, HORIZONT3000, Katholische Aktion WienKlimabündnis, KOO, Naturfreunde, ÖBV Via Campesina, SOL, Südwind, Umweltbeauftragte der katholischen und evangelischen Kirche ÖsterreichsDie UmweltberatungVCÖ, Welthaus Graz, Welthaus Wien, WIDE.

Logos_Oktober2013

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