Antwort Team Stronach

Das Team Stronach steht grundsätzlich dem Thema Agrartreibstoff sehr negativ gegenüber. Es kann ja nicht sein, dass Agrarflächen, welche grundsätzlich für Lebensmittelanbau zur Verfügung steht, für (Agrar-)Treibstoff herangezogen wird. 

Österreich spielt zwar schon heute eine Vorreiterrolle bei den erneuerbaren Energien. Dies ist vor allem der heimischen Wasserkraft zu verdanken, die 60 Prozent des heimischen Strombedarfs abdeckt. Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke können kurzfristig große Mengen Strom ins Netz liefern, um Verbrauchsspitzen abzudecken. Sie können auch dann einspringen, wenn die Stromproduktion aus Wind oder Photovoltaik stark schwankt. Österreich verfügt über 14 Prozent der europäischen Pumpspeicherkapazität und ist damit eine „grüne Batterie“ im Herzen Europas.

Die Rolle der österreichischen, erneuerbaren Energiequellen muss jedoch in Zukunft noch besser genutzt werden! Dazu ist neben der Schaffung eines positiven Investitionsumfeldes auch eine Beschleunigung der bürokratischen Genehmigungsverfahren erforderlich. Die Zukunft der heimischen wie europäischen Energieversorgung liegt in den erneuerbaren Energien. Neben Wasserkraft, größeren Windparks und Fotovoltaikanlagen werden zukünftig tausende kleine Stromproduzenten, verteilt über die ganze Fläche des Landes, immer mehr Strom in die Netze einspeisen als Ergänzung für die großen Kraftwerke. Der Ausbau der erneuerbaren Energien erfordert massive Investitionen in die Netze.

Unsere Bauern leisten mit ihrer Arbeit im ländlichen Raum einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung und Erhaltung der Kulturlandschaft, zum Schutz vor Naturgefahren und zur Grundlage und Belebung des Tourismus. Wir bekennen uns zum traditionellen Modell der flächendeckenden bäuerlichen Landwirtschaft.
Ziel der Bewirtschaftung ist die Erzeugung von hochwertigen und gesunden Lebensmitteln, entsprechend dem Bedarf unserer Bevölkerung und die Erhaltung der Kulturlandschaft als Voraussetzung für den Tourismus. Der Erzeugung von Rohstoffen, nicht nur für die Futtermittel- und Energieproduktion, kommt eine immer größer werdende Bedeutung zu. Aufgrund des Strukturwandels im Agrarbereich sind immer mehr bäuerliche Betriebe in ihrer Existenz bedroht. Dieser Tendenz wollen wir entschieden entgegentreten.
Eine ausreichende Versorgung mit guten und gesunden Nahrungsmitteln aus heimischer Produktion ist, gerade mit Blick auf die Zukunft, ein Garant für Sicherheit und Frieden. Abhängigkeit von planwirtschaftlich geführten Monokulturen, die lange Transportwege unabdingbar machen, müssen wir auf jeden Fall vermeiden. Diese nur scheinbar einfache Wahrheit darf nicht in Vergessenheit geraten.

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